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Milchallergie

Milchallergie – nicht verwechseln mit Laktose- (=Milchzucker) intoleranz

Diese tritt vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter auf; davon betroffen sind ca. 2 - 3% der Kinder und 1% der Erwachsenen. Es wird eine allergische Reaktion gegen Milcheiweiß ausgelöst. Bei Kindern kann die Kuhmilchallergie in 70% der Fälle vor dem 6. Lebensjahr wieder verschwinden. Prinzipiell unterscheidet man daher bei der Milchallergie auch die Unverträglichkeit von Casein oder von Molkeneiweiß.
Milcheiweiß wird unterteilt in das schwer lösliche, hitzestabile Casein und das leicht lösliche, hitzeempfindliche Molkeneiweiß. Trinkmilch, Buttermilch, Sauermilch, Joghurt und Kefir sind Milchprodukte, die das gesamte Milcheiweiß enthalten. Topfen und Käse können als Caseinkonzentrate bezeichnet werden, da das Molkeneiweiß bei der Käseherstellung nicht ausgefällt wird.
Da Molkeneiweiß nur in Kuhmilch vorhanden ist, sind auch die allergischen Reaktionen nur auf diese beschränkt. Bei einer Molkeneiweißallergie kann daher auf Ziegen-, Schaf- und Stutenmilch ausgewichen werden. Sind jedoch Caseine für die allergische Reaktion verantwortlich, muss leider auf alle Milcharten verzichtet werden. Als Alternative dazu kann Sojamilch getrunken werden, welche mit Kalzium angereichert sind. Eine Nahrungsergänzung (Supplementierung) mit Kalzium sollte zusammen mit dem behandelnden Arzt in Erwägung gezogen werden.

 

© ÖGE

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